Tagesanzeiger
Im Restaurant First Place in Bassersdorf ist der Brunch dermassen üppig, dass die Gastgeber auch schon überlegt haben, das Angebot zu verkleinern.
Von Daniel Böniger
Bassersdorf. - Unerbittlich klingelt der Wecker und beendet einen süssen Traum. Rein in die Dusche, dann in die Kleider. Normalerweise reicht die Zeit morgens gerade mal für eine Tasse Kaffee im Stehen, im besten Fall noch für ein Gipfeli unterwegs.
Doch wenigstens an jedem siebten Tag ist Sonntag - und damit die Gelegenheit, sich fürs ausgiebige Frühstücken gemütlich Zeit zu nehmen. Der Geniesser hat dafür zwei Möglichkeiten: Entweder er kauft alles am Vortag ein und deckt sich den Tisch zu Hause selber. Oder er geht zum Brunchen aus - eine empfehlenswerte Option dafür ist das First Place im Sportcenter Grindel.
Sonntagszeitung mitbringen!
Es empfiehlt sich, auf dem Weg ins Lokal eine Sonntagszeitung einzukaufen. Denn es ist das Einzige, was im 166-plätzigen Lokal für ein ordentliches Sonntagsfrühstück fehlt. Ansonsten hat der Gast die Auswahl zwischen Gipfeli und Zopf, diversen Konfitüren, Jogurt und Müesli, Aufschnitt und Käse, natürlich Rauchlachs. Genug Zutaten also, um sich ordentlich den Bauch voll zu schlagen - doch ist es bei weitem nicht das ganze Brunch-Angebot des Restaurants First Place.
Familien und Sportler sind esvor allem, die das Lokal am Wochenende besuchen. Unter der Woche besteht das Publikum in erster Linie aus Geschäftsleuten, die zum Mittagessen vorbeikommen. «Dass wir 100 Parkplätze anbieten können, ist dabei ein grosser Vorteil», erklärt der Geschäftsführer Werner Huber.
Doch zurück zum Brunch: Gewissermassen als «zweiter Gang» folgen Cipollata, Röstitaler, Speck, Rühr- und Spiegeleier. Weil beim anonymen Testbesuch keine weiteren Gäste das späte Frühstück geniessen, stellt Küchenchef Sebastian Rex eine Platte mit «öppis vo allem» zusammen. Danach ist man so richtig geschafft - und das an einem Sonntagmorgen. Doch zu Ende ist der Brunch noch lange nicht.
Minigolf zum Verdauen
Die Einrichtung des First Place ist ausgesprochen modern. Schwarze Möbel kontrastieren mit leuchtend roten Wänden. An den Wänden hängen schwarz-weisse Fotografien des Radsportidols Ferdi Kübler. Leider kann durch die einzige Fensterfront nicht nach draussen geblickt werden, sondern auf die benachbarte Minigolfhalle. Eine Hand voll Eltern und Kinder lochen dort Bälle ein.
Die Bedienung hat inzwischen ein Salat Buffet für die Mittagsgäste aufgebaut, das auch den Brunchgästen offen steht. Und wer will, bestellt darüber hinaus ein Stück Braten mit Gemüse, danach ein Stück Wähe oder einen Fruchtsalat als abschliessendes Dessert.
«Wir haben auch schon überlegt, das Angebot zu verkleinern und den Preis zu senken» sagt Gastgeber Werner Huber. Weil es aber Frühstücker gegeben habe, die zwischen den Gängen eine Partie Minigolf gespielt, und dann noch, weitergegessen hätten, sei man von dieser Idee wieder abgekommen. Es ist schon so, am Sonntag nimmt man sich halt etwas mehr Zeit.
Restaurant First Place, Grindelstr. 11, 8303 Bassersdorf, Tel. 044 83673 80, www.first-place.ch;
Nichtraucherbereich vorhanden. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-22.30 Uhr, Sa/So 9-22.30 Uhr.
Der Brunch findet sonntags von 10 bis 14 Uhr statt. Es kostet für Erwachsene 35, für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren 20, für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren 10 Franken.
Sonstige Preise: Vorspeisen 9.50 - 17.50 Fr., Hauptgerichte 18.50 - 49.- Fr., Wein offen dl ab 4.80 Fr.

